Für die neuen Schulen Lernlandschaften planen

AfB-Vorsitzender Herbert Lohmeyer, Stadträtin Anja König, Karin Doberer vom Büro LernLandSchaften und MdL Martin Güll, Vorsitzender des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag.

MdL Martin Güll, Vorsitzender des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag, Stadträtin Anja König, Karin Doberer von LernLandSchaften und Herbert Lohmeyer, Vorsitzender der AfB.

 

Stadträtin Anja König: „Unsere Kinder sind es wert, Bildung neu zu denken!“

Wie kann man bei Neubauten von Schulen die Pädagogik schon in der Architektur verbessern? Wie gehen wir mit der Herausforderung der steigenden Schülerzahlen um? Wie realisieren wir Ganztagsangebote, Inklusion und Integration an unseren Schulen? Und wie schaffen wir es, den Schüler ein angenehmes Lernklima zu bieten und das eigenständige Arbeiten und die Lust am Lernen zu fördern?  Diese und viele andere Fragen stellten sich bei einer SPD-Veranstaltung Elternbeiräte, Lehrer, Eltern, Schüler und Lokalpolitiker. SPD-Stadträtin und Bundestagskandidatin Anja König, die den Schulentwicklungsplan der Stadt Landshut vorstellte und dabei über die neue zu bauenden Schulen sprach, und der Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung Niederbayern, Herbert Lohmeyer, hatten sich für die Beantwortung dieser Fragen eine Expertin nach Landshut geholt: Karin Doberer, Gründerin und Geschäftsführerin der Firma LernLandSchaft aus Röckingen.  „Stellen Sie sich ein Schulhaus vor mit Klassenzimmern ohne Türen. Geht das überhaupt?“, so Doberer und beantwortete dem gespannten Publikum die Frage gleich selbst: „Ja, das geht!“ LernLandSchaft hat sich auf die fachpädagogische Beratung und Begleitung von Bau- und Schulentwicklungsprojekten spezialisiert. „Unterrichtet und gelernt wird in sogenannten Lernlandschaften. Das Lernhauskonzept ist an die Lehrpläne angepasst, die sowohl Gruppen-, Still- und Projektarbeiten als auch Frontalunterricht enthalten“, erläuterte die Expertin.

„Jedes Kind lernt anders, entweder durch Zuhören oder durch die visuelle Aufnahme. Andere müssen und möchten etwas selbst ausprobieren, um es zu verstehen. Durch klassischen Frontalunterricht erreichen wir aber maximal 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler.“ Dafür, so Doberer, benötigt man jeweils geeigneten Räumlichkeiten. Und zwar für individuelles Lernen in ruhiger Atmosphäre und  Rückzugsmöglichkeiten für die Schulkinder. Charakteristisch für das Modell LernLandSchaften sei die Auflösung des starren Systems aus Klassenzimmern und Erschließungsgängen zugunsten von offeneren Grundrissen, die unterschiedliche Lehr- und Lernformen und nicht nur den Frontalunterricht unterstützen. Statt Wänden grenzen Glasfronten die Klassenzimmer zur Mitte hin ab, die Gruppenräume und die überdachten Außenbereiche eines „Clusters“ werden gemeinsam genutzt. Zum Abarbeiten ihres Wochenplans, den sie erledigen müssen, nutzen die Schüler klassenübergreifend die Klassenzimmer genauso wie Lerninseln, die in der gemeinsamen Mitte positioniert sind.

Mit auf dem Podium war auch der SPD-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag, Martin Güll. Als ehemaliger Hauptschulrektor kennt er die Probleme der Schulen und kritisiert die mangelnde Bereitschaft mancher Politiker, sich an neue wissenschaftliche pädagogische Erkenntnisse anzupassen. „Wenn Lernen anders funktioniert als wir immer geglaubt haben, dann muss Schule neu gedacht werden. Und dann muss die Politik in der Lage sein, damit verknüpfte Bedingungen zu erfüllen und neue Konzepte verwirklichen“, so seine Forderung.

Landshuter SPD-Spitze trifft ägyptischen Botschafter

Anja König, Parteivorsitzende, Botschafter Dr. Badr Abdelatty, Patricia Steinberger, stellv. Parteivorsitzende

Ihre 4-tägige Berlinreise nutzen die beiden SPD-Politikerinnen Anja König und Patricia Steinberger für einen Besuch in der ägyptischen Botschaft und folgten so der Einladung des Botschafters Dr. Badr Abdelatty. Nach einer Besichtigung der Botschaft folgten Gespräche, die aufhorchen ließen. Dr. Badr Abdelatty betonte, dass er die Beziehungen zwischen Deutschland und Ägypten voran treiben wolle. “Ägypten ist auch für den Tourismus wieder wesentlich sicherer geworden. Ich hoffe, dass die deutschen Urlauber auch weiterhin unser schönes Land besuchen.” Die Urlauberzahlen waren in den vergangenen Monaten drastisch zurück gegangen, aber seit Dezember sei ein leichter Aufwärtstrend zu verzeichen, berichtet der Botschafter. Er wünsche sich, dass möglichst viele Deutsche Ägypten als Urlaubsland wieder entdecken. Positiv nahmen König und Steinberger die fortschrittlichen Worte des Botschafter zum Thema Frauenrechte zur Kenntnis. Er halte gar nichts davon, Frauen in den Hintergrund zu stellen. Dafür setze er sich auch ein. Gerade deshalb war er sehr erfreut über den Besuch der Politikerinnen.

LandshuterInnen besuchen Deutschen Bundestag

Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Rita Hagl-Kehl besuchten 14 LandshuterInnen für 4 Tage die Hauptstadt Berlin. Die Landshuter SPD-Vorsitzende Anja König und ihre Stellvertreterin Patricia Steinberger waren auch unter der Besuchergruppe. Organisiert wurden unter anderem eine ausfühliche Stadtrundfahrt, der Besuch der ägyptischen Botschaft und der Internationalen Grünen Woche. Ein Höhepunkt war die Besichtigung des Deutschen Bundestages und die Teilnahme an einer Plenarsitzung. Die LandshuterInnen durften somit der Sitzung beiwohnen, in der die Zulassung von Cannabis als Medikament in Deutschland abschließend beraten wurde.  Dies war insofern interessant und auch wichtig, weil betroffene Patienten künftig getrocknete Cannabisblüten und Cannabisextrakte auf ärztliche Verschreibung in Apotheken erhalten. Dies sei ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Palliativversorgung, so SPD-Vorsitzende Anja König, die in ihrem Beruf als Angestellte einer Betriebskrankenkasse häufig mit betroffenen Menschen zu tun hat. Menschen mit chronischen Schmerzen und nicht heilbaren Krankheiten werde somit eine weitere Möglichkeit auf Linderung der Schmerzen ermöglicht, ohne, dass erst die Schulmedizin komplett durchlaufen werden müsse und der Patient als austerapiert gelte. Die Verantwortung werde somit dem behandelnden Arzt übertragen.

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